Jetzt mal ehrlich
Krankenhauskeime: Haben wir kapituliert? 
 

Rainer Maria Jilg begleitet den Facharzt und Sachverständigen für Krankenhaushygiene, Dr. Andreas Schwarzkopf, durch Bayern und erfährt einiges über dessen  Arbeit.
 
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(Beitrag wird im externen Link geöffnet)
 
Beitrag mit Dr. Schwarzkopf ab etwa 23. Minute
 
 
Moderation: Rainer Maria Jilg

Jährlich sterben in Deutschland Menschen an den Folgen von Infektionen mit Krankenhaus-Keimen. Die Zahl der Menschen, die einen oder mehrere dieser multiresistenten Keime in sich trägt, steigt weiter.
Rainer Maria Jilg besucht das Klinikum Nürnberg, eines der größten kommunalen Krankenhäuser Deutschlands, und trifft Heinz-Michael Just, Chefarzt für Hygiene und Mitverfasser der neuesten Hygieneschutzverordnung für Krankenhäuser. Er fragt nach, was die Schutzverordnungen für Krankenhaus-Mitarbeiter und Patienten bedeuten, wie Keim-Infektionen entstehen, wo die Gefahrenquellen liegen, welchen Zusammenhang es zum Einsatz von Antibiotika gibt und wie sinnvoll es ist, Menschen, die einen multiresistenten Keim in sich tragen, zu isolieren.
Die ehemalige Glasermeisterin Dagmar Müller aus München lag zwei Monate lang in Quarantäne, sie infizierte sich 2007 im Rahmen einer Nierenstein-OP mit einem resistenten Erreger. Seither hat sie etliche weitere Eingriffe über sich ergehen lassen müssen. Ihrer Meinung nach haben die Ärzte schwerwiegende Fehler begangen. Sie klagt deshalb gegen die Klinik und hat sich einen Anwalt zu Hilfe genommen, der auf MRSA-Fälle spezialisiert ist.
Rainer Maria Jilg begleitet den Facharzt und Sachverständigen für Krankenhaushygiene, Dr. Andreas Schwarzkopf, durch Bayern und erfährt: Es gibt immer noch viel zu wenig Hygiene-Fachpersonal.

Regie: Robert Grantner, Julia Häglsperger
Redaktion: Andrea Bräu